There will come soft rains

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Apr 15, 2018

7AM (Performance) - Filippa Pettersson & Tamara Antonijevic Sunday 15.04 at 5pm and 6pm

Die Künstlerin Filippa Pettersson (* 1987 Södermanland, Schweden) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Malmö. Von 2009 bis 2015 studierte sie in den Klassen von Simon Starling und Peter Fischli an der Städelschule. Neben der Entwicklung von Performances beinhaltet ihre künstlerische Praxis ebenso die Arbeit mit Sound, Text und Objekten. Dabei basieren ihre Werke oftmals auf narrativen Strukturen, die bereits bestehen oder auf imaginäre Weise völlig neu gestaltet werden. Nicht selten greift sie für ihre performativen Arbeiten auf Kollaborationen mit anderen Künstlern und Künstlerinnen zurück. Im Oktober 2017 eröffnete Petterssons Einzelausstellung "Maranundak" im Kunstzentrum Lostgens in Kuala Lumpur, welche zugleich den Abschluss eines dreimonatigen Aufenthalts in Malaysia bildete. Zu ihren künstlerischen Aktivitäten der jüngsten Zeit gehört darüber hinaus die Umsetzung der Skulptur  "Ikh bin a kleyner dreydl, gemakht bin ikh fun blay" im öffentlichen Stadtraum von Frankfurt am Main sowie das Projekt "Eftervaro". Zwischen 2016 und 2017 war Pettersson Stipendiatin des Konstnärsnämnden-Arbeitsstipendiums. Tamara Antonijevic (1989) ist Dramaturgin und Performance und Theatermacherin. Sie studierte Dramaturgie an der Belgrader Universität für Darstellende Kunst und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie verfasst Texte für verschiedene Theater und Tanz Projekte und interessiert sich für die Rolle des Textes und dramaturgischer Arbeit, als Teiles eines kollaborativen Prozesses. Die Performance "7AM" von Filippa Pettersson und Tamara Antonijevic mit den Performer/innen Carlos Franke, Chiara Marcassa und Nicolina Eklund ist Teil des Begleitprogramms zu der Ausstellung There Will Come Soft Rains. Unterstützt wird die Performance von lapsis.
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Spekulative Biologie - Dr. Pinar Yoldas

In ihrem Vortrag erläutert die Künstlerin und Wissenschaftlerin Pinar Yoldas ihr Konzept der "Spekulativen Biologie"
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PD Dr. Diana Hummel

Apr 11, 2018

Klimawandel und Migration - Die bewegte Zukunft der Menschheit -
PD Dr. Diana Hummel im Gespräch mit Lukas Drees

In der öffentlichen Debatte über die sozialen Folgen des Klimawandels wird oft gewarnt, dass in Zukunft mit einer wachsenden Anzahl von „Klimaflüchtlingen“ zu rechnen ist. Doch wie kommen die Zahlen zustande? Inwieweit kann von einem direkten Zusammenhang zwischen Klimawandel und erzwungener Migration ausgegangen werden? Der Vortrag zeigt im ersten Schritt bestehende Szenarien zu Migration infolge klimatischer Veränderungen auf der globalen Ebene und die damit verbundene wissenschaftliche Diskussion. Am Beispiel eigener Forschung über Klimawandel, Landdegradation und Migration in den westafrikanischen Sahelländern Mali und Senegal illustriert die Präsentation in einem zweiten Schritt die komplexen Beziehungen von Umweltveränderungen und Überlebensstrategien der lokalen Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund reflektiert das gemeinsame Gespräch kritisch die gängigen Szenarien über „Klimaflüchtlinge“ und stellt Überlegungen für alternative Zukunftsentwürfe vor. PD Dr. Diana Hummel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISOE und Mitglied der Institutsleitung. Sie lehrt als Privatdozentin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt am Main zur Sozialen Ökologie sowie politikwissenschaftlichen Umweltforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Konzepte gesellschaftlicher Naturverhältnisse, Bevölkerungsentwicklung, Biodiversität und Versorgung sowie Gender & Environment. Hummel hat zahlreiche Essays und Beiträge in Publikationen veröffentlich, darunter Migration as Societal Response to Climate Change and Land Degradation in Mali and Senegal (2016) und Von der Nachhaltigkeit zur Resilienz? Der Diskurs in Ökologie und Umweltpolitik (2017). Lukas Drees (MSc.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt Wasserressourcen und Landnutzung des ISOE. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit den Auswirkungen von Umweltveränderungen und sozioökonomischen Bedingungen auf das Migrationsverhalten von Menschen in der Sahelzone. Seine Schwerpunkte liegen hierbei im Bereich der Integration natur- und sozialwissenschaftlicher Daten und der Entwicklung von Modellen und Zukunftsszenarien.
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Das Verschwinden der Bienen, oder: Die Singularität des Tieres
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Srećko Horvat

Am aktuellen Beispiel des „Bienensterbens“ beleuchtet der Essay des Philosophen Srećko Horvat das allgemeine Verhältnis zwischen Mensch und Tier.
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Andreas Greiner (DE) & Tyler Friedman (US)
„Study 01“, „The Molecular Ordering Of Computational Plants“

Die Zusammenarbeit zwischen Andreas Greiner und Tyler Friedman besteht seit 2014 und versteht sich als eine fortlaufende Kollaboration, in der Ideen, Wissen und Fähigkeiten produktiv zusammengeführt werden. Ausgehend von ihrem gemeinsamen Interesse am Bereich der spekulativen Biologie betrachten sie ihre Arbeit als einen stetigen Prozess, in dem sie sich experimentell mit der Idee von organisch-zellulären Strukturen als einer Form von hyperkomplexen Rechensystemen beschäftigen und zu einer imaginären Sparte der Futurologie beitragen, in welcher der intergalaktische Raum ein Quantum und das Leben elektrisch ist. Die visuellen Elemente von Andreas Greiner erzeugen in Verbindung mit den Klängen von Tyler Friedman und den narrativen Elementen aus dem Science-Fiction-Bereich eine vielschichtige Reflexion über das Konzept der „lebenden Skulptur“ und eröffnen dabei zugleich ein multisensorisches Erlebnis innerhalb der Ausstellungssituation.
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Filippa Pettersson & Tamara Antonijevic interview on 7AM

The performance is set in an office environment under water, where the audience can witness three creatures doing their routines. I wouldn’t call it a futuristic scenario, it’s rather an impression of these imagined beings that look and act a lot like humans. However, as the performance unfolds, it becomes clear that there is something off about them and that they are maybe not human at all.
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Superflex (DNK)
„Flooded McDonald's“

Superflex ist ein 1993 gegründetes Kollektiv, welches sich aus den dänischen Künstlern Jacob Fenger (* 1968), Rasmus Nielsen (* 1969) und Bjørnstjerne Reuter Christiansen (* 1969) zusammensetzt. Sie hinterfragen in ihren Arbeiten sowohl herrschende Machtsysteme wie auch Prozesse der Globalisierung und das Potenzial künstlerischer Praxen innerhalb unterschiedlicher sozialer Bereiche. Durch provokative politische Initiativen hat die Gruppe in der Vergangenheit bereits internationale Aufmerksamkeit erregt. So rief sie beispielsweise 2017 eine Kampagne für die Aufnahme Palästinas in den „Eurovision Song Contest“ ins Leben oder entwickelte in Zusammenarbeit mit brasilianischen Bauern einen Energy Drink namens „Guaraná Power“. 2017 präsentierten die Künstler ein voll funktionsfähiges medizinisches Equipment in einer Ausstellung, welches anschließend an ein Krankenhaus in der Stadt Salamiyah im Westen Syriens versandt wurde. Bei einem Verkauf der Arbeit erhält der Sammler als entsprechenden Gegenwert ein Foto von diesem Post-Readymade in der ursprünglichen Ausstellung.
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Die multiple Krise
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Ulrich Brand

Der 2009 erschienene Text des Politikwissenschaftlers Ulrich Brand untersucht den Ursprung, die Dynamik und den Zusammenhang gegenwärtiger Krisenphänomene.
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ISOE Design Labs

Jan 9, 2018

Workshops für ein nachhaltigeres Leben in der Stadt

Workshop "Multioptional mobil sein" - 06.-07.03.2018 Workshop "Wege aus der Plastikwelt" - 09.-10.03.2018 Workshop "Für mehr Aufenthaltsqualität in unseren Städten" - 11.-12.04.2018 Workshop " Gemeinschaftlich Konsumieren" - 13.-14.04.2018  
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Carolina Caycedo (EN)
„Esto no es agua / This Is Not Water“, „Foresight Filaments“

Carolina Caycedo vereint in ihrer künstlerischen Praxis Aktivismus und Kunst. Sie überträgt ihre Recherchen, Interviews und Dokumentationen in Objekte, Zeichnungen und Videos, die anschließend in einen Ausstellungskontext überführt werden. Zentrale Aspekte ihrer Arbeit finden sich in der Verteidigung von Territorien indigener Bevölkerungsgruppen sowie ihrem Kampf für die Rechte der natürlichen Umwelt. Durch visuelle Medien, Klangarbeiten und Vorträge rückt sie die gesellschaftliche Realität sowie den weltweiten Ökozid in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit und eröffnet somit Raum für potenzielle Diskurse und Paradigmenwechsel. Innerhalb von Caycedos Werk spielt das Element des Wassers eine besondere Rolle, da in der indigenen Kosmologie alle Gewässer miteinander in Verbindung stehen: „Die Flüsse sind die Venen des Planeten, ihr Wasser fließt durch alle Gemeinden und Ökosysteme.“ Auf subtile Weise lenkt Caycedo mit ihren Arbeiten den Blick auf zentrale Umweltkatastrophen unserer Zeit – welche unter anderem Flüsse, indigene Gruppen und Ökosysteme in Südamerika von Kolumbien bis Brasilien betreffen – und gibt der lokalen Bevölkerung, die von der fortschreitenden Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch Rohstoffabbau und Wasserkraftnutzung unmittelbar betroffen ist, eine öffentliche Stimme. Obwohl die Nutzung von Wasserkraft oft als grüne Energie betrachtet wird, haben einige Nationen die ökologischen Risiken und Schäden, die durch Staudämme entstehen, bereits erkannt, und beginnen diese abzureißen. Während die westlichen Länder diesen Prozess auf ihrem eigenen Territorium vorantreiben, bauen deren Konzerne im globalen Süden jedoch riesige Wasserkraftwerke. Für Südamerika sind derzeit mindestens 250 neue Bauprojekte dieser Art geplant, die langfristig den gesamten dortigen Lebensraum beeinträchtigen werden.
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Hicham Berrada (MAR)
„Celeste“

Im Zentrum von Hicham Berradas Arbeitsweise steht der experimentelle Gebrauch von chemischen Stoffen als künstlerisches Material. Anhand dieser aktiviert er innerhalb seiner installativen, performativen und filmischen Werke chemische Reaktionsabläufe, welche oftmals Assoziationen an mikroskopisch-ephemere Formen von natürlichen Organismen und Landschaften hervorrufen. Mit seinen Arbeiten rückt Berrada somit nicht nur die Poesie sich spontan vollziehender Prozesse in den Mittelpunkt, sondern nähert sich ebenso auf kritische Weise dem spätmodernen Verständnis einer durch Technik und Wissenschaft beherrschbaren Natur an.

5 Questions with Mario Pfeifer

1. What does the idea of a non-human world mean to you? Do you see it as an inspiring artistic proposition or as a real possibility for the near future? I would say it's a rather scary proposition. Therefore it can be an inspiring idea for an artist. In my case, I find it more inspiring to think about how to avoid such a scenario and wonder what would the conditions for a non-human world be: war, disaster—or an outlook on a better habitat than we currently live in. How realistic is it? Well, it's more realistic with world leaders who use language like, “We are going to bomb the shit out of you,” or, “Climate change is a hoax,” than with more progressive thinkers who want to make sure we live a sustainable life on earth. Another aspect is that innovators preparing for civilian space travel might conquer another habitat and make it unattractive to stay on Earth for a certain group of civilians, namely the rich, the smart, and the biologically most advanced human beings. It's inspiring to think critically about these conditions, but I am more in favour of making life on Earth more equal and sustainable.
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Julian Charrière (CH)
„Iroojrilik“, „Pacific Fiction—Study for a Monument“

Steine oder natürliche Elemente wie Lithium oder Salz verraten eine Menge über das menschliche Verhalten und die Geschichte. Julian Charrière reist um die Welt, um mit diesen Elementen auf eine zutiefst poetische Weise zu experimentieren. So hat er einen Gletscher an der Küste Islands erklommen, radioaktive Regionen in Kasachstan erkundet und eine Wüste im Süden Boliviens durchquert. In seinem Werk, welches von Science-Fiction-Visionen wie „The Terminal Beach“ von J. G. Ballard inspiriert ist, beschäftigt er sich mit den Auswirkungen von Atomkraft und Radioaktivität.
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Interview with Jeronimo Voss

1. The exhibition is based on the narrative of a non-human world. This theme defines the context for the artists and visitors as well as for the additional education program. For your project you decided to stage holograms of bookshelves photographed in living rooms. What is your main interest in this topic? I got the idea when I read about the ancient mythology of Cassandra. Cassandra is the seer that herself isn’t seen. According to Greek mythology her prophecies are ignored by her fellow Trojan citizens because she is cursed by a god whom she refuses to have sex with. As a priest, as a seer, she states that this society will not sustain itself much longer. So she knows about the social crisis that surrounds her – a knowledge that is probably not supernatural given that Troy is besieged by Greek enemy soldiers. As a result, she is not only ignored but even considered a traitor. I think this story speaks a lot about those who still deal with the truth of the current and future social reality and it’s unfolding crisis, how powerless it can feel to analyse and speak about this crisis without being able to directly having an impact on it – just think of the hatred people can face in today’s “post-factual” media world. Allan Sekula once stated: “the old myth that photographs tell the truth has been replaced by the new myth that they lie.” So I decided to stage photographs of bookshelves in a Cassandrian setting. In my view Cassandra’s caves today are living rooms filled with knowledge about the ongoing crisis of the last 3000 years of class society. If humanity will really end in self-extinction one probably would find an answer for how and why this happened in these caves.
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Marcela Armas (ME)
„TSINAMEKUTA“

Dekolonialisierung ist nicht immer nur eine Frage von Identität und Herkunft, sondern schließt in einem weiteren Sinne ebenso die Befreiung von Umwelt und Natur ein. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der globale Westen auch gegenwärtig noch starken Einfluss auf die Kulturen, Gesellschaften und Lebensräume lateinamerikanischer Länder ausübt. Die daraus resultierenden und sich überschneidenden Auswirkungen sind grundlegende Aspekte der künstlerischen Arbeit von Marcela Armas. Anhand von Installationen, handgefertigten technologischen Apparaten und Filmen erkundet sie die Mechanismen und Prozesse der De- und Reterritorialisierung.
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Jeronimo Voss (DE)
„Kassandras Höhle“

In seiner künstlerischen Praxis entwickelt Jeronimo Voss zumeist installative Werke, die sich als vielschichtige Entwürfe von Geschichts- und Parallelwelten lesen lassen. Anhand von Diamontagen und diverser Projektionsverfahren kreiert er hierbei narrative Raumsituationen, die sich nicht nur durch eine zeitliche Ineinanderblendung von Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem auszeichnen, sondern darin zugleich den produktiven Überlagerungen zwischen Bildrealität und gesellschaftlicher Lebenswirklichkeit nachspüren. Wiederkehrende Schwerpunkte seiner künstlerischen Auseinandersetzung finden sich in den kosmopolitischen Interpretationen astronomischer Hypothesen und der kritischen Beleuchtung neoliberaler Fortschrittsversprechen.
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Uriel Orlow (CH)
„Remnants of The Future“

Die künstlerische Praxis von Uriel Orlow zeichnet sich durch einen recherche- und prozessorientierten Ansatz sowie die wiederkehrende Verwendung der Medien Film, Fotografie, Zeichnung und Sound aus. Anhand dieser entwirft er multimediale Installationen, in denen er unterschiedliche Bildregime und Narrationsformen miteinander in Beziehung setzt. Im Zentrum seines inhaltlichen Interesses steht hierbei seine Auseinandersetzung mit verdeckt existierenden Mikro-Historien, deren ortsspezifische und räumliche Einschreibungen er innerhalb seiner Werke offenlegt und untersucht.
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Galina Leonova (RUS)
„Air“

In ihrer künstlerischen Arbeit untersucht Galina Leonova die Transformation sozialer und moralischer Wertmodelle sowie die erkenntnistheoretische Erschließung unserer Realität vor dem Hintergrund des aktuellen technologischen Fortschritts. Dieses Themenfeld behandelt sie insbesondere im Rahmen installativer und filmischer Arbeiten, in denen sie die spezifischen Schnittpunkte zwischen menschlicher Lebenswelt und neuen Medien auf experimentelle Weise auslotet und reflektiert. Im selben Moment beinhaltet ihr Schaffen eine wiederkehrende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen von Zukunftsszenarien, welche ihr als fiktiver Spiegelpunkt für die Analyse gegenwärtiger Entwicklungen dienen.

I have 5 questions Mr. Orlow

1. What does the idea of a non-human world mean to you? Do you see it as an inspiring artistic proposition or as a real possibility for the near future? The world is non-human, we are the last to arrive to the party - and we are definitely spoiling the fun.
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Will There Come Soft Rains?
with Carolina Caycedo

1. What does the idea of a non-human world mean to you? Do you see it as an inspiring artistic proposition or as a real possibility for the near future? It's a world where we understand that processes of representation and of production of knowledge are not exclusively human. A non/human world is a pluriverse where many worlds are possible, instead of a Universe where everything is determined by the white male colonizer human experience.  In many places of Latin America the post human evidences itself today, the fact that the earth is a subject with rights as determined in the constitutions or Bolivia or Ecuador, or that in Colombia the Atrato River has also gained legal rights, are more institutional manifestations. But if you look at the everyday of indigenous and rural communities in the Andean regions, and the Amazon Basin, amongst others, you will find post human worlds, where water, rocks, stones, emeralds, fish, corn and other non/human spirits are considered social active agents in the everyday socio-politics of the community. The Colombian sociologist Arturo Escobar calls this 'Pensamiento de la Tierra' (Thought of the Earth), it manifests through a vast array of popular movements across the continent that are based on their unique and constitutive relation to localized nature and to their territories. For these communities, the rivers, the mountains, even the forest are like family, and they take on active roles in the collective efforts of territorial resistance against extractivist industries.  For example, a river can overflow to halt the construction of a dam, or the ground can tremble to complicate a mine operation.  So actually I think that there are non-human worlds happening today, they have been happening for millennia, but colonial and extractivist structures have made a great deal to erase them.

Pinar Yoldas

1. What does the idea of a non-human world mean to you? Do you see it as an inspiring artistic proposition or as a real possibility for the near future? I do not get a kick out of the possibility of a non-human world. Since humans emerged as a species who dominated the planet, a world without humans would mean that our models for civilization failed us. I do not find inspiration in the mass failure of human cultures, to live harmoniously with other organisms inhabiting Earth. My inspiration comes from the intrinsic and undeniable beauty of the natural world in its all complexity to the point that we understand it with our science or by other means we have been endowed with. Yet it is very humbling to accept that human beings may or may not be around let’s say in the next 500 years. It is the same kind of humbling thought that one could get when one understands their own death.
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Pinar Yoldas (TR)
„Ecosystem of Excess“

In ihren Rollen als Künstlerin, Designerin und Wissenschaftlerin nähert sich Pinar Yoldas auf interdisziplinäre Weise dem Bereich biologischer Phänomene wie auch dem Gebrauch digitaler Technologien an. Anhand raumgreifender Installationen, kinetischer Objekte und filmischer Arbeiten zentriert sich ihr künstlerischer Ansatz hierbei um aktuelle Fragen zur Idee des Posthumanismus, des Öko-Nihilismus sowie einer feministisch orientierten Technowissenschaft.
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Mar 12, 2018

Andreas Greiner und Tyler Friedman sprechen mit Desiree Förster

Andreas Greiner und Tyler Friedman sprechen mit Desiree Förster über ihre künstlerische Praxis und Zusammenarbeit. Der in Berlin lebende Künstler Andreas Greiner (*1979, Aachen) schloss sein Studium 2013 an Olafur Eliassons Institut für Raumexperimente ab. Im Rahmen seiner interdisziplinär angelegten Praxis nähert er sich auf experimentelle Weise naturwissenschaftlichen Phänomenen, technologischen Entwicklungen sowie einem auf Prozesshaftigkeit basierenden Skulpturenbegriff an. Jüngst waren Greiners Arbeiten in Ausstellungen des Sprengel Museums in Hannover (2017), des Neuen Berliner Kunstvereins (2017), des Art Center Nabi in Seoul (2017) und der Berlinischen Galerie (2016) zu sehen. Für sein Schaffen erhielt Greiner zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Preis für junge Kunst des NAK Neuer Aachener Kunstvereins (2014) und den GASAG Kunstpreis der Berlinischen Galerie (2016). Der Komponist, Produzent und Sound-Künstler Tyler Friedman (*1983 San Diego) studierte unter anderem Komposition am Reed College in Portland und an der Goldsmiths University in London. In seiner Arbeit verschränkt er Elemente aus dem Feld des Sound-Designs mit digitalen und analogen Studiotechniken sowie Methoden der konzeptuellen Imagination. Zu Friedmans wichtigsten Veröffentlichungen zählen die Eps "Revolve" (2012), und "Vulkalaunai/Wallouian" (2016). Ein aktueller Schwerpunkt seines Schaffens liegt im Bereich der performativen Musikologie. 2012 verantwortete Friedman unter anderem die musikalische Ausgestaltung des Films "The Radiant" der Otolith Group. Seit 2014 entwickelt er regelmäßig Projekte mit dem Künstler Andreas Greiner. Desiree Förster ist Promotionsstudentin und akademische Mitarbeiterin am Institut für Künste und Medien, Universität Potsdam. Sie studierte Philosophie, Komparatistik und Medienkulturanalyse in Bochum und Düsseldorf, arbeitete u.a. als Programmassistentin am Haus der Kulturen der Welt (2013-2016), wo sie die Projekte „A Matter Theater“ und „Technosphere“ konzeptionell wesentlich mitentwickelte und teilweise koordinierte. Des Weiteren kuratiert und organisiert sie Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der freien Projektszene Berlins. Ihre Forschungsinteressen liegen in der experimentellen Erforschung des Verhältnisses von Mensch und environment, der Erprobung neuer Perspektiven auf den Menschen in Verbindung mit nichtmenschlichen Anderen – als verwoben in hybride, biotische und abiotische Milieus –, sowie den hier möglich und nötig werdenden soziopolitischen Handlungsfeldern. Das Werk von Andreas Greiner entstand im Rahmen seines Stipendiums des innogy VISIT-Programms. Weitere Informationen unter: http://basis-frankfurt.de/de/veranstaltung/artist-talk
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Mario Pfeifer (DE)
„#BLACKTIVIST“

Mario Pfeifers künstlerische Praxis findet ihren Ausdruck in filmischen Arbeiten und Videoinstallationen, anhand derer er repräsentationale Systeme sowie sozio-politische Hintergründe aus einer Vielzahl von Kulturkreisen beleuchtet. Seine Werke knüpfen hierbei an konkrete gesellschaftliche Fragestellungen an, deren weiterführende Kontexte er durch eingehende Recherchen vor Ort erschließt und dokumentiert. Eine besondere Rolle kommt zugleich den musikalischen und akustischen Dimensionen seiner Arbeiten zu, die sich häufig in einer engen Verbindung zu deren inhaltlichen und visuellen Aspekten bewegen.